Optische, oberflächische Erscheinungen von Krampfadern durch verstopfte Venen

Krampfadern sind keine Seltenheit, im Gegensatz Krampfadern sind weit verbreitet. 2003 wurde in einer Bonner Venenstudie veröffentlicht dass rund 14 Prozent aller Deutschen an Krampfadern leiden. Mit ansteigendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an einem Venenleiden zu erkranken und Krampfadern zu bekommen. Meist werden die Krampfadern als Schönheitsmakel von den Betroffenen Patienten festgestellt. Die kleinen Abzeichnungen die blau durch die Haut schimmern nennen sich Besenreiser und sind im großen und ganzen harmlos. Sind die Krampfadern erst einmal fortgeschritten wird eine Behandlung nötig. Die Art der Behandlung stellt am besten ein Venenspezialist fest. Es muss aber gar nicht so weit kommen, denn es gibt ein paar kleine und einfache Dinge mit denen man den unschönen und zum Teil auch schmerzhaften Krampfadern vorbeugen.

Glatte Haut

Was versteht man unter Krampfadern?

Unter Krampfadern versteht man dauerhaft erweiterte Venen. Diese erweiterte Venen kommen in der Regel an den Beinen vor, aber auch im Beckenbereich können Krampfadern auftreten. Die kleinste Form der Krampfader wird Besenreiser genannt. Besenreiser sind kleine erweiterte Hautvenen die durch die Haut violett oder blau schimmern. Daher empfinden Betroffene die sogenannten Besenreiser, als kosmetisches Problem. Mit der Zeit können sich die Besenreiser zu fortgeschrittenen Krampfadern entwickeln. Das kosmetische Problem wird dann zu einem medizinischen Problem. Die Beine schwellen an und spannen unangenehm, es kann zu Hautveränderungen und Geschwüren kommen. Ursache kann manchmal auch eine vorher gegangene Venenthrombose sein.

Die zwei Arten

Ärzte unterscheiden bei Krampfadern eine primäre und sekundäre Varikose. Die Ursache für die primäre Varikose sind nicht vollständig aufgeklärt. Viele Betroffene des Krampfaderleidens haben eine Veranlagung zu Bindegewebs- und Venenschwäche.

Diese Menschen neigen in den meisten Fällen zu Krampfadern. Weitere Faktoren die, die Entwicklung von Krampfadern begünstigen sind neben stehenden Tätigkeiten im Berufsleben, auch Übergewicht und Bewegungsmangel. Das so viele Frauen betroffen sind hängt laut Medizinern damit zusammen, das weibliche Geschlechtshormone die Struktur und Venenklappe beeinflussen. In der Schwangerschaft wird durch das Hormon Progesteron, das Muskel- und Bindegewebe gelockert. Der Abfluss des Blutes aus den Beinen ist durch die schwere Gebärmutter nicht mehr gewährleistet. Das begünstigt die Bildung der Krampfadern und schon bestehende Krampfadern nehmen in dieser Zeit vorübergehend zu. Normale Alterungsvorgänge des Gewebes ist eine weitere und natürliche Ursache für die Bildung von Krampfadern. Sehr selten kommen angeborene Störungen vor, wo die Venenklappen fehlen.

Die zweite Art der Krampfadern ist die sekundäre Varikose, dabei liegt eine Erkrankung vor wodurch Krampfadern gebildet werden. Sind die tiefen Beinvenen infolge von einer Thrombosebildung verstopft, wird der Bluttransport über die Venen erhöht. Die Venen erschlaffen durch die zu hohe Belastung und Krampfadern werden gebildet. Es kommt zu einer sekundären Varikose.

Eine Herzschwäche kann eine weitere Ursache für die Bildung von Krampfadern sein. In diesen Fällen ist vor allem die rechte Herzhälfte betroffen. Der Druck in den Beinvenen kann durch die gestörte Herzfunktion steigen, die folge sind Ödeme und Krampfadern. Auch bei einer Leberverhärtung kann es durch die gestörte Funktion zur Bildung von Krampfadern kommen.

Symptome der Krampfadern

Die ersten Symptome die sich bei Krampfadern zeigen sind schwere, müde und schmerzende Beine. Nach langem stehen oder Sitzen kann es zu Schwellungen an den Beinen kommen. Bei Frauen die an Krampfadern leiden, verstärken sich die Symptome meistens kurz vor der Periode. Die Beschwerden nehmen zudem bei warmen Temperaturen und abends zu. Hilfreich ist es dann die Beine zu kühlen und hoch zu lagern. Wadenkrämpfe werden oft fälschlicherweise als Symptome bei Krampfadern gehalten, diese deuten aber auf eine Fehlbelastung hin. Prozentualbetroffen sind überwiegend Frauen mit 15 Prozent, Männer sind mit 11 Prozent von Krampfadern betroffen.

Komplikationen

Eine erweiterte Hautvene kann sich entzünden, das Gefäß kann dann an dieser Stelle durch ein Blutgerinsel verstopft werden.

Das ist für den Patienten eine sehr schmerzhafte angelegenheit, der entzündete Bereich ist heiß und extrem gerötet. In der Regel sind die meisten Venenentzündungen harmlos. Treten aber ungewöhnliche Schmerzen oder Schwellungen auf sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, bei plötzlicher Atemnot und Brustschmerzen ist umgehend der Notarzt zu alarmieren.

Wann sollte der Arzt aufgesucht werden?

Ein Venenspezialist sollte schon bei den ersten Anzeichen, die auf die Bildung von Krampfadern deuten aufgesucht werden. Je früher die Therapie vorgenommen werden, desto besser lassen sich die Krampfadern behandeln. Meist reichen schon gezielte Maßnahmen aus, die Beschwerden an den Beinen zu lindern. Das Fortschreiten der Krampfadern kann durch eine rechtzeitige Therapie aufgehalten werden und so können auch spätere Komplikationen verhindert werden.

Erste Anzeichen auf die Bildung von Krampfadern sind Adern die sich schlängelnd auf der Haut abzeichnen sowie Knoten die hervortreten. Diese Anzeichen sollten ernst genommen werden, und ein Arzt sollte zur Abklärung aufgesucht werden.

Krampfadern Vorbeugen

Krampfadern kann in einer gewissen Weise vorgebeugt werden, und so kann schon durch alltägliches das Krampfaderleiden vermieden werden. Eine gesunde Lebensweise, ein gesundes Gewicht, Venengymnastik und kalte Unterschenkel- oder Kniegüsse nach Kneipp beugen der Bildung von Krampfadern vor. Desweiteren ist ein Nichtraucher nicht so sehr gefährdet an Krampfadern zu erkranken wie ein Raucher. Sportlich empfiehlt sich regelmäßiger Ausdauersport wie Walking, dadurch wird das Venensystem stabil und gesund gehalten.

Krampfadern kaschieren

Therapien bei Krampfadern

In einigen Fällen kommt der Betroffene oder die Betroffene nicht um eine Therapie herum, dabei gibt es unterschiedliche Therapien und Maßnahmen. Der Arzt wird die Beinvenen genau untersuchen, dies ermöglicht die Therapie genau abstimmen zu können. Nach der gründlichen Untersuchung der Beschaffenheit der Beinvenen wird er die richtige Therapie vorschlagen. Wichtige Aspekte sind der Typ der Krampfadern, und die Erkrankung sowie dessen Ausprägung. Zu den bewährten Therapien bei Krampfadern gehören, neben der Kompressionsbehandlung, die Verödung, die Laser- und Radiowellentherapie oder aber auch eine Operation.

Fazit

Krampfadern fangen in der Regel als kleines kosmetisches Problem an und bilden sich zu gesundheitlichen Problemen weiter. Eine gesunde Lebensweise kann die Bildung von Krampfadern etwas vermeiden. Mit zunehmenden Alter, aber auch bei Frauen während einer Schwangerschaft, ist die Bildung von Krampfadern begünstigt. Die Abklärung der Krampfadern sowie die Therapie sollte durch einen Venenspezialist erfolgen. Nach der Untersuchung kann der Arzt die richtige Art der Therapie für den jeweiligen Patienten vorschlagen.